Die rote Moni von der Tankstelle
🎧 Hör mal rein – vielleicht ist es heute genau das Richtige für dich!
Die rote Moni
Die rote Moni von der Tanke – so nannten sie sie liebevoll.
Für alle war sie einfach die rote Moni.
Manche, die sie nicht kannten und nur von ihr hörten, dachten vielleicht, das habe etwas Politisches.
Doch weit gefehlt.
Moni liebte einfach das kräftige Rot.
Für sie stand diese Farbe für Kraft, für Zuwendung, für Wärme und positive Energie.
Und so war auch die Tankstelle übersät mit diesem Ton.
Die alte Chefin hatte sich ihrem Vorschlag angeschlossen.
Alles wurde rot: Stühle, Tische, Sitzflächen.
Abgerundet, glänzend, mit metallisch schimmernden Beinen – wie in einem amerikanischen Diner der fünfziger Jahre.
Diesen Traum trug Moni schon lange in sich.
Als junges Mädchen hatte sie einen Spielfilm aus den USA gesehen.
Ein Diner, Kaffee, der immer wieder nachgeschenkt wurde, Menschen, die blieben, obwohl sie längst hätten weiterfahren können.
Und nun war dieser Traum hier.
Mitten in Deutschland.
Mitten an der Tankstelle.
Der Kaffee wurde nachgeschenkt, ganz selbstverständlich.
Und das war außergewöhnlich für diese Region.
Viele blieben länger.
Setzten sich.
Atmeten durch.
An diesem Morgen schloss Moni wie immer kurz vor sechs den Hintereingang auf.
Ein Klick – der Hauptschalter.
Warmes Licht durchzuckte den Raum.
Die Spätschicht hatte alles vorbereitet.
Sie schaltete nur den Backofen ein.
Kurz darauf zog der Duft frischer Brötchen durch den Laden.
Die Kaffeemaschine tat das ihre.
Moni prüfte die Tische.
Alles war bereit für den neuen Tag.
Die ersten Kraftfahrer würden gleich kommen.
Viele LKW-Fahrer freuten sich nach der unbequemen Nacht in der Koje auf dieses einfache Frühstück.
Manche sagten, es fühle sich an wie zu Hause.
Bei der Frau. Oder bei ihrer Mutter.
Moni wusste das.
Und genau deshalb machte sie diesen Job so gern. Und sie liebt ihre Kunden.
Komm gern wieder…!



















