Hohe Ziele

Sieben Jahre nach Beginn ihres Medizinstudiums glaubte sich Mareike H. am Ziel ihrer Wünsche – als Assistenzärztin in einer großen Uniklinik konnte sie nun ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und sich mit Herzblut der Fürsorge kranker Menschen widmen.

Doch dann kam alles anders. Bereits nach vier Monaten, in denen Mareike inklusive Nacht- und Wochenenddiensten durchschnittlich sechzig Stunden pro Woche gearbeitet hatte, litt sie unter schweren Schlafstörungen. Sie hatte extremen Stress auszuhalten. Obwohl sie einen Großteil ihrer Freizeitaktivitäten und sozialen Kontakte wegrationalisiert hatte, um sich mit ganzer Kraft auf ihre Karriere zu konzentrieren und nahezu jede freie Minute im Bett verbrachte, fühlte sie sich immerzu müde und erschöpft.

Aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks unter den Ärzten fiel es ihr immer schwerer, sich bei der Arbeit auf die zu betreuenden Patienten zu fokussieren – stets begleiteten sie das Gefühl, von den Oberärzten beobachtet zu werden und die Furcht davor, einen schwerwiegenden Fehler zu begehen. Von Selbstzweifeln, Stress und Versagensängsten geplagt, wusste Mareike zu diesem Zeitpunkt bereits, dass etwas nicht stimmte. Dennoch sollte es weitere zwei Monate dauern, bis sie die persönliche Notbremse zog. Gedanken wie „Andere schaffen es doch auch“ und „aller Anfang ist schwer“ bewegten sie dazu, bis zur äußersten Erschöpfung weiterzuarbeiten und weitere Überstunden in Kauf zu nehmen, um sich die Anerkennung der leitenden Oberärzte zu verdienen.

Die berufliche Realität ist anders

Schließlich brachte ein Abendessen mit ihrer älteren Schwester, die als Ergotherapeutin in einer Pflegeeinrichtung arbeitet, die Wende.

Erschrocken darüber, wie blass, gestresst und abgekämpft sie aussah, fragte die Schwester sie ehrlich besorgt nach ihrem Befinden – woraufhin die junge Assistenzärztin in Tränen ausbrach. Nach vielen tröstenden Worten und einigen Gläsern Wein war für Mareike H. klar, dass sie sich in einer existenziellen Krise befand und es so nicht weitergehen könne. Am nächsten Morgen suchte sie ihre Hausärztin auf, die sie für mehrere Wochen krankschrieb und ihr eine berufliche Beratung bei ihrer KarriereCoachingfrau, mit der sie selbst sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, empfahl. Eine Woche verbrachte Mareike im Schlafanzug zu Hause, bevor sie zum Telefon griff und ihren hilfreichen

Coach kontaktierte, mit der sie zeitnah einen Beratungstermin vereinbaren konnte. Im Rahmen von 10 gemeinsamen Sitzungen mit der erfahrenen Beraterin in Sachen Karriere, die ihr vom ersten Moment an sympathisch war, gewann sie die nötige Distanz, um ihre schwierige berufliche Situation zu reflektieren. Schnell wurde ihr klar, dass sie ihr eigentliches Ziel, Menschen durch ihre Arbeit zu helfen, vor lauter Angst, den äußeren Anforderungen nicht zu genügen, in den letzten Monaten völlig aus den Augen verloren hatte. Auch mit der angespannten Beziehung zu den Kollegen, insbesondere zu den gefürchteten Oberärzten, konnte sich Mareike im persönlichen

EinzelCoaching auseinandersetzen. Je intensiver sie sich mit ihrer eigenen Berufsrolle und den Erwartungen ihrer Vorgesetzten beschäftigte, umso mehr konnte sie sich von dem Gedanken lösen, versagt zu haben und den inneren Stress loslassen. Ihr wurde klar, dass sie sich auf der Suche nach Wertschätzung in einem rauen beruflichen Umfeld an Erfolgszielen orientiert hatte, die weder ihren persönlichen Werten noch in vollem Umfang den objektiv an sie gestellten Anforderungen, sondern vielmehr ihrer eigenen Unsicherheit entsprangen. Durch die gezielte Reflexion im KarriereEinzelCoaching konnte Mareike nicht nur ihr Selbstvertrauen stärken – sie gewann auch neue Impulse für einen achtsamen Umgang mit ihren Wünschen und Bedürfnissen.

Lieber Coaching statt Krankheit

Einige Wochen nach dem Abendessen mit ihrer Schwester kehrte die Assistenzärztin an ihren alten Arbeitsplatz zurück – allerdings hatte sie nun ihr Arbeitspensum auf eine Teilzeitstelle reduziert.

Obwohl Mareike lernte, Grenzen zu setzen, sich mit neuem Enthusiasmus der Behandlung ihrer Patienten widmete und die Beziehung zu den Kollegen sich merklich entspannte, entschied sie ein Jahr später, ihre Stelle im Krankenhaus zu kündigen und sich für einen Auslandseinsatz bei einer Hilfsorganisation zu bewerben. Sie suchte nach wirklichem Sinn, nach eine wichtigen Aufgabe, das war ihr ins Coaching klar geworden.

Heute arbeitet sie als Ärztin in einem Flüchtlingslager im Sudan. Obwohl ihre Aufgabe, Menschen unter katastrophalen Bedingungen und mit einfachsten Mitteln medizinisch zu versorgen, mit großem Druck einhergeht, genießt sie das eigenverantwortliche Arbeiten in einer kooperativen Atmosphäre, in der das gemeinsame Ziel – den Patienten zu heilen – stets vor Augen steht.

Auf einer Postkarte, die nun die Pinnwand der CoachingPraxis schmückt, schildert Mareike ihren Arbeitsalltag und bedankt sich dafür, dass die Begleitung ihrer sehr zugewandten Coachfrau
ihr den Weg zu dieser wertvollen Erfahrung geebnet hat.

Die Lösung liegt im Sinn für sich selbst finden

Wie es nach ihrem Auslandseinsatz weitergeht, weiß die junge Ärztin noch nicht – sie ist aber sicher, dass sie,

wenn sie nur aufmerksam in sich hineinhorcht, das richtige Arbeitsumfeld für sich finden wird. Sobald sie in die Heimat zurückgekehrt ist,

wird sie sich erneut an ihre KarriereCoachingfrau wenden, um mit deren Unterstützung selbstbewusst und zielsicher in die nächste Etappe zu starten.

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berufliche Problemlagen gezielt zu reflektieren, vorhandene Kräfte zu stärken und neue Ideen zur Lösung vorhandener Herausforderungen zu entwickeln. Ich freuen mich auf Ihre Anfrage!