Hör mal rein – vielleicht ist es heute genau das Richtige für dich!
Wenn selbst die Mücken tanzen
Ein Sommermoment an der Motivationstankstelle
Moni hatte heute früher Feierabend. So ein seltener, fast kostbarer Moment,
den man nicht plant – der passiert einfach. Die Kaffeemaschine brummte noch ein letztes Mal zufrieden
vor sich hin, als würde sie sagen: „Geh ruhig. Ich pass hier auf.“
Die Sonne stand warm über dem kleinen Garten hinter der Tankstelle. Dieser unscheinbare Fleck,
den kaum jemand kannte und den doch alle liebten, die hier arbeiteten.
Ein paar alte Stühle, eine knarzige Holzbank, Lavendel in Töpfen – nichts Besonderes. Und genau deshalb perfekt.
Keine Autos. Kein Piepen. Kein „Können Sie mal schnell…?“
Nur das Summen der Bienen, das leise Rascheln der Blätter – und dann: diese winzigen,
fast unsichtbaren Mini-Mücken, die direkt vor Moni in der Luft tanzten.
Sie setzte sich, lehnte sich zurück und beobachtete sie. Auf und ab.
Im Kreis. Wild durcheinander. Wie kleine Elfenwesen, die sich nicht abgesprochen hatten und trotzdem wussten, was sie tun.
Moni musste lächeln.
„Na ihr Süßen“, murmelte sie. „Ihr tanzt wohl, weil ich da bin?“
Sie hob den Kaffeebecher ein kleines Stück, fast wie bei einem Toast.
„Na klar. Ich bin ja auch ein ganz schönes Strahlebündel heute.“
Und in diesem Moment – ganz ehrlich – fühlte sie sich wirklich so.
Nicht laut. Nicht überdreht. Sondern ganz ruhig und einfach gut.
Glücklich mir sich selbst. Als wäre alles genau da, wo es gerade hingehörte.
Sie dachte an nichts Bestimmtes. Und das war vielleicht das Schönste daran.
Keine To-do-Liste im Kopf. Kein inneres Ziehen.
Nur dieses sanfte Gefühl von „Es reicht gerade und ich darf für mich DA-Sein.“
Mit dem Kaffee in der Hand schlenderte sie zurück in den Laden. Piet stand an der Theke
und schrieb die Preise der neuen Eissorten neu auf. Sehr sorgfältig. Sehr ernst. Als hinge der Weltfrieden davon ab.
„Piet“, sagte Moni, und ihre Stimme klang tatsächlich ein bisschen wie von einer Idee geküsst,
„Stell dir vor: Selbst die Mücken tanzen, wenn ich mich in die Sonne setze’!“
Piet sah kurz auf, zog eine Augenbraue hoch – und grinste.
„Dann war das aber die höchste Zeit, dass du Feierabend hattest.“
Moni nickte. Manchmal braucht es nicht mehr als Sonne, Kaffee – und ein paar tanzende Mücken, die einem zuflüstern:
Du bist genau richtig. Genau jetzt.
Piet drehte sich um und grinste. „Klar, Moni. Bei deiner Ausstrahlung wundert mich das nicht.
Wahrscheinlich tanzen sie um deine Erleuchtung zu erhalten!“
Moni lachte, laut und herzlich. Dann flüsterte sie ihm zu:
„Weißt du, was ich mir grad gedacht hab?
Wenn selbst so kleine Wesen tanzen, nur weil du da bist, dann darfst du nie wieder denken, du wärst unwichtig.“
Und das war einer dieser Sätze, der hängen blieb. Wie ein Post-it im Herzen.
Und Moni’s Ideen tanzen schon wieder in einen neue Richtung….
Wer weiß was morgen passiert..?


